Hochwasser

Hochwasserabwehrplan ELBE

Bekämpfung des Hochwassers
Foto: Bekämpfung Hochwasser 2013, © Stadt Lübtheen

Der Hochwasserabwehrplan des Landkreises Ludwigslust-Parchim wird derzeit überarbeitet. Er enthält Regelungen aus den Bereichen Katastrophenschutz -zuständige Fachdienst 38 Brand- und Katastrophenschutz - und der zuständigen Fachbehörde - Fachdienst 68 Natur- und Umweltschutz.

Für den Landkreis Ludwiglust gilt der Hochwasserabwehrplan ELBE Teil 1 und 2. Dieser betrifft das Gebiet der Elbe im Landkreis Ludwigslust und das Gebiet, das durch den Rückstau der Elbe in die Nebenflüsse wie Horster Randkanal, Boize, Sude, Schaale, Krainke, Brahlstorfer Bach, Langenheider Bauerngraben, Rögnitz, Löcknitz und Müritz-Elde-Wasserstraße im Landkreis Ludwigslust beeinflusst wird.

Hochwassermeldedienst
Der Hochwassermeldedienst dient der Warnung vor einer durch Hochwasser, Sturmfluten, Eisgang oder anderen Ereignissen entstehenden Wassergefahr (Hochwassermeldedienst). Das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Schwerin (StAUN SN) gibt Hochwassermeldungen in Form von Wasserstandsvorhersagen, Hochwasserwarnungen/-informationen sowie Eiswarnungen an die Kreisleitstelle. Die Kreisleitstelle leitet diese Informationen gemäß Meldeplan weiter.

Leitung der Hochwasserdienste
Die vorbereitenden und abwehrenden Maßnahmen in der Alarmstufe I werden durch das StAUN SN und insbesondere für Maßnahmen an Gewässern zweiter Ordnung durch die Wasser- und Bodenverbände "Boize-Sude-Schaale" und "Untere Elde" (nachfolgend WBV genannt) durchgeführt. Den Wasserstandsmeldedienst nimmt das StAUN Schwerin war.

Mit der Auslösung der Alarmstufe II erfolgt die Leitung der vorbereitenden und abwehrenden Maßnahmen zur Hochwasserbekämpfung durch den Landrat gemäß § 7 Abs. 5 Hochwassermeldedienstverordnung über den Katastrophenabwehrstab des Landkreises Ludwigslust.
Das StAUN übernimmt dann die Funktion der Fachberatung, als fachtechnische Behörde gemäß § 110 Abs. 2 LWaG.

Hochwasserabwehr
Die abwehrenden Maßnahmen werden in den Alarmstufen II bis IV durch die Gemeinden durchgeführt. Die Organisation des Wasserwehrdienstes erfolgt über die Ämter der Gemeinden bzw. amtsfeien Städte.

Aufgaben der Ämter/amtsfreien Städte und Gemeinden

  • Weiterleitung von Hochwassermeldungen an die Betroffenen gemäß § 5 Abs. 4 HwMDVO
  • Durchführung des Wasserwehrdienstes, wie Kontrollen, Deichwachen und Sicherungsmaßnahmen ab Alarmstufe II
  • Organisation der vorbereitenden und abwehrenden Maßnahmen
  • Sicherstellung erforderlicher Hochwasserschutzmaterialien, einschließlich Erdstoff
  • Erstellung von Lageberichten und Abgabe an Landkreis auf Anforderung
  • Meldung über Bildung und Einsatzfähigkeit der Hochwasserabwehrstäbe an Landkreis

 

Die Alarmstufen für die Elbe im Landkreis Ludwigslust werden wie folgt ausgerufen bzw. aufgehoben:

  • Alarmstufe I                       durch den Leiter des StAUN Schwerin
  • Alarmstufe II - IV               durch den Landrat nach Anhörung des StAUN

 

Richtwasserstände für die Auslösung bzw. Aufhebung der Alarmstufen:

lfd.Nr. Hochwasserpegel Gewässer A I (cm) AII (cm) A III (cm) A IV (cm)
1. Dömitz Elbe 500 580 620 650
2. Boizenburg Elbe 500 580 620 650

 

Im Wasserabwehrplan sind für den Lübtheener Bereich folgende Deiche betroffen:

  • rechter Sudedeich im OT Garlitz von Landesgrenze Niedersachsen bis Deichauslauf
  • rechter Deich am Langenheider Bauerngraben von Landesgrenze Niedersachsen bis Lanenheide
  • linker Deich am Landenheider Bauerngraben von Landesgrenze Niedersachen bis Langenheide

Der Hochwasserabwehrplan Teil II sieht unter Punkt 1.2.3. Lübtheen als Logistikzentrum mit dementsprechenden Personaleinsatz bei eintretender Gefährung vor.

(Quelle: Hochwasserabwehrplan des Landkreises Ludwigslust)


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Foto: Bekämpfung Hochwasser 2013, © Stadt Lübtheen


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