Ortsteil der Stadt Lübtheen

Probst Jesar

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Anzahl der Einwohner 117
Besonderes Waldbad/Badesee


Der einzige Ort mit einem richtigen See in der Griesen Gegend ist Probst Jesar. Um die Entstehung dieser Pinge (ein Einsturz an der Erdoberfläche) rankt sich eine Sage. Danach verdanken wir diesen schönen Waldsee der Rache der Tatern (Zigeuner).

In einer Urkunde vom 23. Juli 1323 wird der Ort Gezer (wendisch – kleiner Waldsee) an das Kloster Eldena verkauft, was dann zu der späteren Namensgebung Probst Jesar führt. Rund 200 Jahre gehörte das Dorf zu dem Kloster Eldena bei Grabow.

1323 wird der Schulzenhof mit der dazu gehörenden hohen Gerichtsbarkeit im Kaufvertrag genannt.

Die Zugehörigkeit zum Kloster bewahrte wahrscheinlich die Bauern davor in die Hand der Ritterschaft zu fallen und von diesen gelegt zu werden (d. h. die Ländereien zu denen des Gutes zu legen und aus den ehemals freien Bauern leibeigene Tagelöhner zu machen).

Um 1550 hatte Probst Jesar acht Bauernhöfe auf denen elf Familien lebten. Oft kam es zu Verwehungen des Ackers mit dem feinen Heidesand, da nördlich und östlich des Ortes damals noch kein Kiefernwald diese Verwehungen verhindern konnte.

Auch in Probst Jesar wurden später Büdner und Häusler angesiedelt.

Bekannt ist die Gaststätte mit angeschlossenem Kolonialwarenladen, die ab 1905 bis 1983 von der Familie Schmal betrieben wurde.

1958 wurde mit dem Bau einer Badeanstalt begonnen. Ein Ferienheim des Hagenower Kartoffelveredlungswerkes entstand ab 1977 direkt am See. Nach der Wende musste es leider geschlossen werden.

Das Waldbad Probst Jesar wird auch heute im Sommer von vielen Badelustigen aufgesucht.

Als Firmen sind die Parkett- und Fußbodenlegerei GmbH Jürß und das Forstunternehmen Stenzel zu nennen.